Namenlose Einfachheit ist ohne Begehren;
Und ohne Begehren herrscht Einklang.
—LaoTse

Da das Verschlüsseln oder zumindest das Signieren von E-Mail Heute zum Tagesgeschäft gehören sollte, war dies die nächste Hürde, die es mit Pine zu nehmen galt.

Von Haus aus bietet Pine keine GnuPG / PGP Unterstützung. Aber durch den geschickten Einsatz von display und sending filter kann man mit dieses Manko fast problemlos umgehen. Todd Warner bietet ein PINE + GPG mini hotwo zu diesem Thema an, das eine kurze Anleitung zum manuellem anlegen von Filtern bietet wie auch Verweise auf alternative Implementierungen.

display-filters:
_BEGINNING("-----BEGIN GnuPG MESS")_ /usr/local/bin/gpg -d
_BEGINNING("-----BEGIN PGP MESS")_ /usr/local/bin/gpg -d
sending-filters:
/Users/mk/.gnupg/gpgencrypt -eas -r _RECIPIENTS_
/Users/mk/.gnupg/gpgclearsign --clearsign

Aber machen wir uns nichts vor, die GPG Unterstützung in mutt ist dem um Lichtjahre voraus, denn die oben erwähnten Methoden reichen bestenfalls um verschlüsselte Nachrichten automatisch zu decodieren. Weitere GPG bezogenen Ausgaben, wie bspw. Aussagen zu Signaturen kann man sich dabei knicken. Es sei denn man legt anstelle der Symlinks (gpgencrypt, gpgclearsign) Skripte an, welche die Ausgabe nach dem Check oder der Dekodierung bis auf einen Tastendruck unterbrechen. Also viel Stress - im Allgemeinen ist der Mac User damit ja schon leicht überfordert.

Sonntag, 4. Mär. 2007

mutt oder pine unter OS X

Current Song: Orbital – Know Where To Run (The Middle Of Nowhere)

Erwähnte ich schon mal dass ich mit Apple Mail.app nicht so zufrieden bin, wie ich es mit meiner Mailsoftware des Vertrauens gerne wäre. Und so tingle ich zwischen mutt und pine - beide laufen in der Shell und sind textbasiert.

mutt oder mutt-ng ist die eierlegende Wollmilchsau unter den MUA, bis auf die IMAP Unterstützung. Mit der Little Brother's database (lbdb) kann man sogar problemlos auf das OS X Adressbuch zugreifen.

METHODS="m_muttalias m_osx_addressbook"
MUTTALIAS_FILES=".muttrc .mail_aliases muttrc aliases"

und evtl.

PINE_ADDRESSBOOKS="/etc/addressbook .addressbook"

in /etc/lbdbrc ergänzen und mit dem folgenden Schlüssel weist man mutt an die lbdb zu fragen:

set query_command="/usr/local/bin/lbdbq '%s'"

Alternativ zur lbdb kann man wohl auch contact benutzen. Habe ich aber nicht ausprobiert.

Pine (Pine on Mac OS X) hat zwar eine einfachere Benutzerführung lässt sich aber bei weitem nicht so grosszügig anpassen wie mutt und es gibt bislang keine Möglichkeit auf das OS X Adressbuch zuzugreifen, da Pine generell nicht die Möglichkeit bietet anstelle des .addressbook file einen Query zu benutzen. Lediglich Zugriff auf einen LDAP Server ist möglich. Seine Stärken zeigt Pine im Umgang mit dem Imap Protokoll. Auch wenn man eine Vielzahl von Accounts nutzen möchte, ist Pine ein Knüller. Ich nutze Pine mit drei Imap Accounts und vier wenig frequentierten POP3 Accounts.

Googlemail und Pine ist auch eine schicke Sache:

  • POP-Download aktivieren
  • bei "Bei Zugriff auf Nachrichten per POP" habe ich "Google Mail-Kopie archivieren" eingestellt.
  • in der Pine Konfigurationsdate ~/.pinerc fügt man einen Eintrag für Gmail den incoming-folders hinzu:
    gmail {pop.googlemail.com/pop3/ssl/novalidate-cert/[email protected]}INBOX Das kann man natürlich auch über das Setup von Pine machen. Aber die Sucherei dort geht mir auf den Zwickel.

Beim Zugriff per POP werden also die E-Mail automatisch archiviert und ich muß mich nicht mit lokalen Kopien herumschlagen.

Und was mach ich jetzt mit meinem Adressbuch?!

Samstag, 3. Mär. 2007 · sechs Kommentare

Wurmstichig

Current Song: Dead Can Dance – Threshold

Ich führe dich aus. Ein Herz für Würmer.

Ich wußte schon, daß ich die Entscheidung von Mutt auf Apple Mail umzusteigen irgendwann als fragwürdig einstufen würde. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, bis Anwendungen eine Komplexität erreichen, die sie anfällig für das Hereinschleichen des einen oder andern Fehler werden. Bei hochintegrierten GUIs passiert das nunmal etwas schneller. Das sollte den großkotzingen Applenutzern endlich mal zeigen, daß Microsoft kein Monopol auf Sichreheitslücken dieser Art hat.

Im Blog habe ich nicht explizit darüber geschrieben, warum ich nach etlichen Jahren Mutt den Rücken gekehrt habe und gerade auf Apple Mail und nicht beispielsweise auf Thunderbird umgestiegen bin. Das Stichwort ist – und nun wird ein bisschen komisch – GUI und System Integration. Außerdem mag ich Thunderbird nicht, rein emotional gesehen.
Ein Feature, das mit Tiger (mein erstes OS X) Einzug erhielt war die Suche in Mailbeständen mit Spotlight, was schließlich dazu führte, daß ich meine gebackupten mboxen in Apple Mail importiert habe und bislang auch nicht bereut habe. Spotlight bzw. die Apple Mail Suche zu benutzen ist doch viel schöner als sich durch die Boxen zu greppen.

Mittwoch, 22. Feb. 2006 · drei Kommentare

Mit dem Muttrc Builder kann man online eine Konfiguration für Mutt erstellen.

Samstag, 8. Okt. 2005

contacts ist eine garnichtmal schlechte Alternative zur kürzlich verlinkten Little Brother’s Database Methode um mit Mutt das OS X Adressbuch abzufragen. Danke delicious.

Dienstag, 27. Sep. 2005

Freitag, 23. Sep. 2005

Ich habe ja kürzlich schon mal das Problemchen mit open als Vordergrundprozess angesprochen. Naja, es kommt nicht nur in Skripten zu Probleme:

Da E-Mail für mich nach wie vor eine der primären Anwendung des Internets darstellt benutze ich gern eine erstklassige und konkurrenzlose E-Mailsoftware, Mutt.

Mutt bedient sich zur Handhabung in E-Mails eingebetter Bilder und so’n Gedöhns der mailcap Datei, was unter Unixen Standard sein sollte. Um beispielsweise Bilder mit dem Standardimageviewer zu betrachten würde unter OS X folgender Eintrag in der ~/.mailcap ausreichen.

image/*; /usr/bin/open %s

So weit so gut. open startet auch die entsprechende Applikation, allerdings wird die Kontrolle nach dem Aufruf direkt wieder an Mutt zurükgegeben und die temporär erzeugte Datei, die mit open geöffnet werden sollte, wird gelöscht bevor die Zielapplikation darauf zugreifen kann. Bislang habe ich weder eine Methode gefunden temporäre Dateien bestehen zu lassen oder open auf das Terminieren der gespawnten App warten zu lassen.

Das heißt, ich kann zZ. mit mutt unter OS X keine Bilderkes gucken oder Samples anhören. Es sei denn ich suche einen Viewer, der von der Kommandozeile mit Parametern im Vordergrund gestartet werden kann.

Preview ohne open mit einem Bild von der Kommandozeile zu starten bringt leider nix, da wohl keine Datei als Paramter berücksichtigt wird. Oder man muß irgendwelche Schlüssel angeben, die mir nicht bekannt sind. Dokumentation ist ja eher mäßig.

Preview.app/Contents/MacOS/Preview ~/bild.jpg

startet zwar preview aber öffnet kein Bild. Ist das alles saugend…

Donnerstag, 22. Sep. 2005 · zwei Kommentare

mutt und urlview

Current Song: Dead Can Dance – bolero

Als GUI verwöhnter OS X Nutzer ist es ja verstehen, wenn man Links aus mutt heraus nicht in lynx sondern im Standardborwser öffnen möchte: Relativ einfach. Wie auch unter Linux läßt sich unter OS X für diesen Zweck urlview einsetzen. Das kleine Programm extrahiert URLs aus einem Text und bietet die Möglichkeit diese zu verarbeiten, eg. im Browser zu öffnen.

In der ~/.muttrc legt man folgendes Makro an, um urlview mit der Tastenkombination CTRL-B aus dem Pager heraus zu starten:
macro pager \cb "|urlview\n" "Links mit urlview oeffnen"

Die Konfiguration von urlview ist recht einfach. Es wird eine ~/.urlview mit folgendem Inhalt angelegt, um die Links im Standardborwser zu öffnen.
COMMAND open %s

Donnerstag, 1. Sep. 2005

mutt und OS X

Current Song: Cell Auto Mata – Ign558

Nachdem ich ein paar Tage Mozilla Thunderbird benutzt habe, muß nun endlich was Richtiges her.

OS X ist ein Unix? Tatsache! Mutt 1.5.10 kompilierte ohne Probleme. Kein Rucken, kein Zucken!

Abholen der E-Mails entfällt in diesem Fall quasi. Ich greife mit mutt direkt auf einen Imap Server zu. Folgende Einstellungen in der muttrc ermöglichen den Gebrauch eines Imap Accounts als Ordnersammlung und als Spoolfile.

set folder=imap://imap.server.de
set imap_user="meinAccount"
set imap_pass="geheim"
set spoolfile="imap://imap.server.de/INBOX"

Lokales Ablegen der Mails ist auf der OS X Box noch nicht angedacht. Mit nur einer 40GB Platte muß man ein wenig auf den Platz achten. Vermutlich werden procmail und fetchmail auch kein Problem darstellen. Aber dazu evtl. mehr, wenn der Mac Mini eine magische Metamorphose zu einem PowerMac durchgemacht hat.

Zum Versenden benutze ich nicht das lokale Mailsystem, sondern msmtp, aus Gewohnheit. Unter Linux hat es mir immer gute Dienste erwiesen. Im Mutt Wiki wird kurz beschrieben wie msmtp zu konfigurieren ist. Einfacher geht’s doch nun wirklich nicht, oder?!

Und wieder ein Stückchen mehr heimischer.

Sonntag, 14. Aug. 2005 · vier Kommentare

mutt next generation

Current Song: Jon Jenkins – Part of the Solution

Hua!? Mutt wird geforked und ist bereits bei berlios unter dem Titel mutt ng registriert. Andreas Krennmair, verantwortlich für den Fork, beschreibt in seinem Blog seine Motivation. In den Kommentaren wird auf bark verwiesen, kein Fork sondern eine Neuentwicklung.

Bleibt mal abzuwarten, was man in Zukunft noch davon hören wird. Ein etwas aufgepeppter Mutt würde mir schon gefallen. Gerade in Bereich Imap steht mutt beispielsweise gegenüber Pine ein Stück zurück.

vgl. symlink

Montag, 10. Jan. 2005

AntiRight Desktop Environment:

AntiRight is a lightweight desktop environment that uses the Motif API. AntiRight is developed with LessTif and works on OpenMotif. AntiRight tries to maintain low hardware requirements and low user experience requirements while still catering to advanced users.

Sieht wirklich fast aus wie CDE, mal abgesehen von dem ollen CDE Panel. Naja, um ehrlich zu sein, ruft dieses Motif/Lesstif Zeugs leichte Übelkeit und unschöne Erinnerungen an grausame Augenblicke in Rechnerpools hervor.

msmtp:

Außerdem habe ich die Faxen dicke. qmail, Sendmail, Exim etc. benötigt kein Mensch, der lediglich EMail über einen SMTP Server versenden will. Und somit läuft bei mir jetzt ganz sparsam msmtp in Verbindung mit Mutt. Die paar Handgriffe zur Zusammenarbeit der beiden sind äußerst trivial.

Sonntag, 8. Aug. 2004 · ein Kommentar

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