Wisse daher, daß genug genug ist.
Und genug wird's immer geben.
—LaoTse

In letzter Zeit gab es hier im Blog nicht sonderlich viel zum Thema Musik zu lesen, was in erster Linie daran lag, daß ich längere Zeit keine CDs gekauft habe. Dieses doch sehr unangenehme Defizit wollte ich Heute beheben und habe mal bei Discover und beim Telök reingeschaut. Und ich hatte auch einige Silberlinge in der Hand, die ich allerdings zT. wieder zurück ins Regal gelegt habe, da ich mir zur Regel machen möchte, keine kopiergeschützen CDs mehr zu kaufen. Und zumindest Heute ist es mir gelungen, diese Regel einzuhalten.

Und was dabei rum kam:)

:Wumpscut: Cannibal Anthem

Wie ich immer sage, kenze ein Wumpscut CD, kenze alle.
Und die meisten sind auch töfte, zumindest die älteren. Ist nur nicht das Passende für warmes Sommerwetter, da fällt es mir schwer mich auf derlei düstere und raue Klänge einzulassen.

Mit hohem Anteil deutschsprachiger Texte und zwei mit weiblicher Stimme gesungenen Titeln wie schon auf »Evoke« knüpft das Album an den Vorgänger »Evoke« nahezu nahtlos an. Leider, denn ich muß ganz ehrlich sagen, daß mir das Album ein wenig zu weichgespült ist und weit davon entfernt ist, knackig-zünftiger Industrial zu sein, wie :Wumpscut: ihn ehemals in die Gehörgänge gehämmert hat. Und ich finde die Thematisierung des Kannibalismus ala Rothenburg über alle elf Titel des Albums doch etwas arg breitgetreten.

Levellers – Zeitgeist

Die ist schon eher was für den Sommer. Ist quasi uralt und muß auch nicht mehr viel drüber geschrieben werden. Habe ich mitgenommen, da sie mich für 5,95 € geradezu angesprungen hat.

Janosch Moldau – I’m Falling From Love

Janosch hat mir schon vor ein paar Tagen die letzte Auskopplung aus dem Album »Redeemer« per Post zukommen lassen. Ein netter Zug, wie ich finde. Und ich muß sagen, daß der durch geschickt arrangiertes Zusammenspiel von Musik und Stimme sicherlich seinen eigenen Stil gefunden hat, was nicht zuletzt auf dem zuvor unveröffentlichten Titel »Eyes For Humanity« mit schon fast experimentell wirkenden elektronischen Sequenzen bewiesen wird.

Aber auch diese CD ist nichts für Temperaturen > 28°C und brüllenden Sonnenschein. :)

Samstag, 8. Jul. 2006

Janosch Moldau - Bleed On

Schon vor ein paar Tagen hatte ich Janosch Moldaus zweite Singleauskopplung »Bleed On« aus seinem aktuellem Album Redeemer im Briefkasten liegen. Und reingehört. Musikalisch geht es ähnlich zu wie auf dem Album, geringfügig dissonanter und basslastiger. Neben drei Audiotracks, »Bleed On (The Masterlamb Mix)«, »Passionately« und »Reloved (Deconstructed Mix)« findet man auf der Maxi noch einen Datentrack mit den Titeln im Quicktime Format und dem Video zu Bleed On.

Musikalisch durchaus hörenswert. So sehr ich die gleichförmige Linienführung der Titel mag, so schwer fällt es mir mich als Agnostiker mit den doch eher religiös orientierten Themen anfreunden, obwohl Text udn Musik ohne jeden Zweifel Hand in Hand gehen.

Dienstag, 8. Nov. 2005

20050704-redeemer.jpg

Vor ein paar Tagen schon hat mir Janosch sein Debut Soloablum Redeemer zukommen lassen. Aufmerksame Leser werden schon mal einen Titel im currently hearing Tag gesehen haben.

Das erste Reinhören, war zu einem denkbar ungüstigen Zeitpunkt. Nach einem katastrophalen Bürotag und der Fahrt in einer überfüllten S-Bahn stand mir der Kopf eher nach zünftiger industriell angehauchter Brachialelektronik und das trifft auf Jansochs Musik nun wirklich nicht zu. Aber die CD lag nunmal im Briefkasten und meine Neugierde verlangte ihren Tribut.

Ich brauchte ein paar Tage und ruhige Augenblicke, um die vorwiegend filigrane und facettenreiche Elektronik und sanfte Stimme auf Redeemer schätzen zu lernen. Das ganzen Album strahlt arg viel Harmonie und Gelassenheit aus. Aber anders als bspw. bei Deleriums Poem hatte ich nicht das Gefühl einer zuckersüßen E-Pop-Platte zu lauschen.

Nachdem die CD nun am Wochenenden zur Dauerrotation im CD Player liegt, hat sich »Bleed on« zu einem Ohrwurm entwickelt. Nach dem ersten Hören war klar, daß der Titel das Potential dazu mitbringt. Hat nicht nur den meisten Drive sondern ist auch noch ganz fürchterlich eingängig. Bin nur froh, daß es keine Musik zum mitfpeifen und -singen ist.

Die Titel sind gut arrangiert und abgesmischt und klingen isngesamt sehr ausgereift und erwachsen, was den den Gedanken nahe legt, daß die CD zwar Janoschs Debut ist aber sicherlich nicht sein erster Kontakt zur Musik ist. In einem Interview beim Medienkonverter kann man dazu ein paar Zeilen lesen. Siehe auch:

Montag, 4. Jul. 2005