Bitcoin

Kuriose Entdeckung in den Ursprüngen von Bitcoin – er hätte auch Netcoin heißen können

  • Ein Kryptograf, der sich „Or Weinberger“ nennt, hat eine merkwürdige Entdeckung über einen Vorgang gemacht, der zu den Ursprüngen von Bitcoin gehört.
  • Weinberger fand heraus, dass ein Tag vor der Domain „bitcoin.org“ die Domain „netcoin.org“ registriert wurde – ebenfalls von Satoshi Nakamoto und ebenfalls in Japan.

Bitcoin hat seinen Zweck, Zwischenhändler aus Transaktionen zu eliminieren und die Finanzdemokratie zu verbessern, fast erfüllt. Mehr als ein Jahrzehnt nach seiner Erfindung ist Bitcoin – Krise hin, Krise her – für Millionen Kunden attraktiv, und er hat nach wie vor weltweit den größten Marktanteil aller Kryptowährungen.

Interessanterweise hat ein Kryptograf, der sich „Or Weinberger“ nennt, eine Entdeckung über eine Entscheidung gemacht, die dem Vermögenswert einen anderen Namen gegeben haben könnte.

Am 18. August 2008 wurde Bitcoin.org, die mit Bitcoin verbundene Domain, von Satoshi Nakamoto bei AnonymousSpeech registriert, einem in Japan ansässigen Dienst, bei dem man Domains anonym kaufen konnte. Interessanterweise kaufte Nakamoto am 17. August, also bereits einen Tag vorher, auch die Domain namens Netcoin.org bei demselben Dienst.

Did you know? A day before the https://t.co/oDfOFzFVNi domain was first registered, someone purchased https://t.co/KLzoDxJjrz using the same registrar. Looks like Satoshi was contemplating between the two names and later dropped https://t.co/KLzoDxJjrz#Bitcoin pic.twitter.com/yqwZYRefvX

— Or Weinberger (@orweinberger) September 23, 2022

Deutet das darauf hin, dass der Name „Bitcoin“ nur die zweite Wahl vor „Netcoin“ war? Hat Satoshi Nakamoto damals hin und her überlegt und sich schließlich für „Bitcoin“ entschieden?

Laut Weinberger gab es jedoch bis auf die Registrierung keinerlei Aktivitäten im Zusammenhang mit der Netcoin-Domain, außer, dass sie später weiterverkauft, gelöscht und dann im Besitz einer Tochtergesellschaft von Web.com wieder neu auftauchte. Weinberger:

„Das habe ich herausgefunden, als ich mir alle Domains angesehen habe, die AnonymousSpeech etwa zur gleichen Zeit gekauft hat. Es ist wirklich erstaunlich, dass Sie immer noch neue Informationen zu einem so gut erforschten Thema preisgeben können.“

Für selbsternannte Bitcoin-Gründer dürfte es schwer werden

Natürlich tauchten weitere Fragen auf: Wie hat der Registrar die Domain damals gekauft, und welcher Name stand auf der Kreditkarte oder als Absender auf der Überweiseung, mit der sie bezahlt wurde? Weinberger sagt dazu:

„AnonymousSpeech erhielt zu dieser Zeit entweder eine Überweisung auf ein Schweizer Bankkonto von Michael Weber, dem AnonymousSpeech gehörte, oder per E-Gold, wenn ich mich richtig erinnere. Später, im Jahr 2013, glaube ich, haben sie #Bitcoin als Zahlungsoption hinzugefügt.“

Die Reaktion auf diese Entdeckung deutet darauf hin, dass der Erfolg des Vermögenswerts geringer gewesen sein könnte, wenn er Netcoin geheissen hätte. Die meisten Mitglieder der Krypto-Community haben ihre Abneigung gegen den Namen Netcoin zum Ausdruck gebracht.

Während Nakamoto anonym blieb und bleibt, haben mehrere Trittbrett-Fahrer behauptet, der Bitcoin-Erfinder zu sein, darunter der australische Informatiker Craig Wright. 2015 behauptete er, Nakamoto zu sein, und legte vermeintliche Beweise vor, darunter frühe Entwürfe von Nakamotos Papier aus dem Jahr 2008, in dem Bitcoin beschrieben wurde. Die auf digitale Forensik spezialisierte Firma KPMG hat mehrere Unstimmigkeiten in Wrights Behauptungen gefunden. Dazu gehört ein Datum von 2008 auf einem Dokument, das zeigt, wie Wright vor der Veröffentlichung des Whitepapers über Nakamoto recherchiert hatte. Es wurde ausserdem festgestellt, dass das Dokument verfälscht wurde.

Weinbergers Entdeckung macht Wright nun noch unglaubwürdiger, denn von der möglichen Namensalternative hat er nie gesprochen oder geschrieben.

   

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