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Krypto-Winter: Marktumbruch bringt neue „Zentauren“ hervor

Eigentlich müsste ja die komplette Branche unter dem harten Einbruch von Krypto-Assets leiden. Nachdem etwa Celsius Network, Voyager Digital oder der Fonds 3AC in Folge des Markt-Crashs Konkurs anmeldeten und Player wie Coinbase oder Bitpanda viele Mitarbeiter:innen kündigen mussten, war der Gesamteindruck eher mies. Doch dem stehen nun überraschende Erfolgsmeldungen anderer Player gegenüber.

So hat das New Yorker Unicorn Fireblocks bekannt gegeben, dass es einen jährlich wiederkehrenden Umsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) vier Jahre nach seiner Gründung und drei Jahre nach der Markteinführung des ersten Produkts von 100 Millionen US-Dollar erreicht hat. Fireblocks zählt etwa BNP Paribas, Six Digital Exchange, ANZ Bank, FIS, Checkout.com, MoonPay, Animoca Brands und Wirex zu seinen Kunden. Diese Firmen, die allesamt mit Krypto-Assets arbeiten, setzen die Custody- und Treasury-Management-Technologie (MPC-CMP) der New Yorker ein, um die digitale Vermögenswerte der Kund:innen sicher zu verwahren.

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„Konsolidierung und zugleich enormes Wachstum“

„Das Jahr 2022 war für die Digital-Asset-Branche ein Jahr der Konsolidierung und zugleich des enormen Wachstums“, sagt Michael Shaulov, Mitbegründer und CEO von Fireblocks. „Wir haben eine ungeheure Anzahl von neuen Marktteilnehmern gesehen – darunter Fintechs, Web3-Startups, Banken und PSPs. Die MPC-Custody- und Treasury-Management-Technologie von Fireblocks hat sich zu einem der grundlegendsten Infrastruktur-Bestandteile des Ökosystems digitaler Assets entwickelt.“

Fireblocks nennt sich in einer Aussendung nun selbst „Zentaur“. Nach dem Unicorn gibt es also ein weiteres Fabelwesen in der Branche. Denn so werden Unternehmen von Investor:innen bezeichnet, wenn sie Marke von 100 Millionen US-Dollar ARR überschreiten. Das schaffen nur wenige andere SaaS-Unternehmen, darunter etwa auch Slack und Twilio. Fireblocks ist somit nicht direkt in den Handel mit Krypto-Assets involviert, aber als klassischer SaaS-Anbieter eines jener Unternehmen, die quasi die Schaufeln für die Goldgräber verkaufen. Fireblocks selbst ist Anfang 2022 durch eine Finanzierungsrunde von 550 Mio. Dollar zum Krypto-Unicorn aufgestiegen (Trending Topics berichtete).

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Auch Amber Group berichtet über massive Umsätze

Noch eine Nummer größer ist die Amber Group aus Singapur. Angaben des Unternehmens zufolge kommt es für das erste Halbjahr 2022 auf einen Umsatz von 250 Mio. US-Dollar, was einem Wachstum von 25 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Geht das Wachstum so weiter, könnte die Digital-Asset-Firma mit Büros in den USA, Genf, Dubai, Hong Kong, Istanbul, London, Seoul, Taipei, Tokyo, Vancouver oder Zürich auf eine halbe Milliarde Dollar Umsatz wachsen.

Die Amber Group, die im B2C-Bereich die Trading-App WhaleFin betreibt, ist ebenfalls 2022 zum Unicorn aufgestiegen, als prominente Investoren unter der Führung des Singapur-Staatsfonds Temasek 200 Millionen Dollar investierten. Mit Electronic Market Making, OTC Trading, Staking- und Lending-Services ist das Unternehmen aber auch stark im B2B-Bereich unterwegs.

Generell scheint der Krypto-Winter die Branche auf den Kopf zu stellen. Während einige Player wie Celsius Network wegbrechen, boomen andere wie Fireblocks, Amber Group oder auch FTX. Wie berichtet, will FTX-Gründer Sam Bankman-Fried eine Milliarde Dollar aufnehmen, um große Zukäufe in der Branche zu machen.

Kryptobörse FTX peilt Investment von einer Milliarde Dollar an

   

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