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Ripple findet weitere Argumente dafür, dass XRP kein Wertpapier ist

Während die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Ripple und SEC die Kryptowelt in Atem hält, sammelt das Unternehmen weiter Argumente dafür, dass XRP eine Währung und kein Wertpapier ist. Von dieser Entscheidung hängt schließlich die Zukunft von Ripple ab, kein Wunder also, dass man nichts unversucht lässt. Unterstützung erhält Ripple dabei ausgerechnet von zwei Großbanken.

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC ist der Ansicht, dass es sich bei XRP um Unternehmensanteile handelt. Daher fordert sie, dass XRP so wie jedes andere Wertpapier behandelt wird. Im Falle von Ripple hätte dies eine Genehmigungspflicht der Bankenaufsicht erfordert. Diese Rechtsmeinung versucht die SEC vor Gericht durchzusetzen.

Währung oder nicht Währung, das ist hier die Frage?

Auf der anderen Seite steht Ripple, das XRP als digitale Währung bezeichnet und daher keinen Grund sieht und sah, seine Währung vorab von der SEC genehmigen zu lassen. Eine endgültige Entscheidung in diesem Streit erwarten Experten für den Beginn des Jahres 2023. Bevor es so weit ist, versucht nun jede Seite ihren Standpunkt so gut wie möglich zu untermauern.

Auf der Suche nach Bestätigung ist Ripple auf die britische Bank HSBC und die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs gestoßen.

HSBC und Goldman Sachs bezeichneten XRP als digitale Währung

Die HSBC bezeichnete XRP bereits im Jahr 2018 in einer internen Analyse als Alternative zu herkömmlichen Fiat-Währungen wie Dollar und Euro. Dementsprechend argumentiert man nun bei Ripple, dass XRP offenbar schon seit langem von Bankenvertretern als Währung wahrgenommen wurde, es kann daher kein Wertpapier sein.

Ein Report der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs scheint diese Argumentationslinie zu bestätigen. Dieser stuft XRP als Brückenwährung ein und weist auf eine wachsende Verbreitung bei Banken und Finanzdienstleistern hin. Die beiden Einschätzungen der renommierten Banken stützt die Ansicht von Ripple, dass XRP kein Wertpapier ist und daher vor Ausgabe nicht zu genehmigen war.

Untergräbt die Börsenaufsicht ihre eigene Argumentation?

Unterdessen streiten die beiden Klageparteien immer noch über die sogenannte „Hinman-Rede“. Darin hatte der ehemalige Vorstand der US-Börsenaufsicht XRP als Kryptowährung bezeichnet, die keine Genehmigung durch seine Behörde benötige. Die SEC versucht, dieses für sie peinliche Dokument vom Verfahren ausschließen zu lassen. Ripple möchte die Entwürfe der Rede in das Verfahren einbringen, um zu beweisen, dass die Argumentation der SEC nicht schlüssig sei.

Bis das Gericht eine Entscheidung trifft, versuchen nun beide Gegner die öffentliche Meinung auf ihre Seite zu ziehen. Ob und wie sich dies auswirkt, wird wohl erst das endgültige Urteil im Kampf von Ripple gegen die SEC zeigen. Sollte Ripple den Prozess verlieren, hat der CEO bereits angekündigt, sein Unternehmen umsiedeln zu wollen.

   

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