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Bitcoin, Ether im Wochenrückblick: Trotz Wirtschaftskrise gute Aussichten

Diese Kursanalyse wurde im Zusammenarbeit mit der Kryptobörse KuCoin vorbereitet. Die zentralisierte Krypto-Handelsplattform KuCoin wurde im September 2017 gegründet. Sie bietet eine Vielzahl verschiedener Finanzdienstleistungen an, wie Margin- und Spot-Trading, P2P-Fiat-Trading, Staking, Futures-Trading und Lending.

Die Marktkapitalisierung aller Kryptoassets ist im Juli (im Monatsvergleich) um 22,3 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg ist allen voran auf den “Merge” – den Umstieg von Ethereum auf den Proof-of-Stake-Mechanismus – zurückzuführen, denn im Juli wurde ein vorläufiger Starttermin am 19. September für diesen angekündigt. 

Wenn die Korrelation zwischen den Aktien- und den Kryptowährungsmärkten bestehen bleibt, könnte die Erholung an den Kryptomärkten noch etwas mehr Spielraum haben. Wie die On-Chain-Analysefirma Material Indicators in ihrem Tweet vom 5. August schreibt, wenn Bitcoin (BTC) über 25.000 US-Dollar steigt, gibt es keinen größeren Widerstand mehr bis zum Bereich von 26.000 bis 28.000 US-Dollar. 

Expecting more volatility over the wknd. If the Bear Market Rally can push #BTC above 25k there isn’t much friction to 26k – 28k range. Losing the trend line would be bad for bullish hopes and dreams. Mind the line and watch Trend Precognition for clues. #NFA pic.twitter.com/2i0rH9Bwfv

— Material Indicators (@MI_Algos) August 5, 2022

Konnte Bitcoin über den oben genannten Widerstand klettern?

BTC: Kampf zwischen Bullen und Bären

Bitcoin wurde in den letzten Tagen in der Nähe des 20-tägigen Exponentiellen Gleitenden Durchschnitts (22.719 US-Dollar) gehandelt, was auf einen harten Kampf zwischen den Bullen und den Bären hindeutet. Obwohl die Bullen das Niveau gehalten haben, waren sie nicht in der Lage, einen starken Abprall von diesem Niveau zu erreichen. Dies deutet auf einen Mangel an Nachfrage auf höheren Niveaus hin.

BTC/USD-Wochenchart (Bitstamp). Quelle: TradingView

Einige Trader bereiten sich nun auf den möglichen Abschwung vor. So sieht der Krypto-Trader Profit Blue die Marke von 20.000 US-Dollar als nächstes wahrscheinliches Kursziel, falls sich die Abwärtsbewegung fortsetzt.

#Bitcoin perspective update.
The double top pattern that I warned about at 24k is playing out very nicely.
There is still a lot more downside potential here, let’s find out how the 20k level holds next. pic.twitter.com/vyrV1rZCvO

— PROFIT BLUE (@profit8lue) August 5, 2022

ETH profitiert von großem Interesse rund um den “Merge”

Anders sieht es bei der zweitgrößten Kryptowährung aus. Das “Merge”-Datum lässt Ether (ETH) anwachsen: Anfang August setzt die zweitgrößte Kryptowährung seinen Aufwärtstrend gegenüber Bitcon fort und führt auf CoinMarketCap sogar die Trend-Liste an. 

Laut dem DeFi-Forscher Vivek Raman würde die Smart-Contract-Plattform Ethereum mit dem Übergang zum Proof-of-Stake (PoS) deflationärer und sicherer, wodurch der kleine Bruder Ether in Zukunft vielleicht sogar den Marktführer Bitcoin überholen könnte.

It is worth repeating: the ETH Merge is one of the most impressive engineering feats in blockchain history

Under a fully PoS regime, #ETH will have the economic structure to increase security, scale with L2s, grow its DeFi and NFT platforms, and overtake #BTC’s throne

(11/11)

— VivekVentures.eth 🐼 (@VivekVentures) July 10, 2022

Auch der ehemalige BitMEX-CEO Arthur Hayes ist der Ansicht, dass ein erfolgreicher “Merge” in seiner Auswirkung mit drei Bitcoin-Halvings vergleichbar wäre. Laut Hayes könnte der Ether-Kurs durch diesen Effekt und die verbesserte Geldpolitik von Ethereum mittelfristig auf bis zu 5.000 US-Dollar ansteigen.

Zum Wochenschluss wurde Ether an der Marke von 1.700 US-Dollar gehandelt und näherte sich dem Ausbruch bei 1.730 US-Dollar. Wenn der Kaufdruck anhält, wird dies ein zweiter Test des Overhead-Widerstands innerhalb von 14 Tagen sein.

Sollte es ETH gelingen, die Marke von 1.745 US-Dollar zu durchbrechen und über diesem Niveau zu bleiben, ist es möglich, dass der Ether-Kurs wieder 2.000 US-Dollar erreichen wird. Ein Vorstoß der Bären könnte hingegen den ETH-Kurs bis auf 1.300 US-Dollar sinken lassen. 

ETH/USDT-Wochenchart (Bitstamp). Quelle: TradingView

Wirtschaftskrise drückt weiter – ergibt sich daraus eine Chance für den Kryptomarkt? 

Kurz- und mittelfristig dürften aber weiterhin makroökonomische Faktoren die Kursentwicklung der beiden führenden Kryptowährungen (und des gesamten Kryptomarkts) beeinflussen und die Lage könnte entsprechend volatil bleiben.

Amerikas Arbeitsmarkt konnte im Juli einen Zuwachs von mehr als einer halben Million zusätzlicher Arbeitsplätze verzeichnen. Damit sank die Arbeitslosenquote auf 3,5 Prozent, einen der niedrigsten Werte der letzten 50 Jahre, gleichsam sind die Lohneinkommen im Jahresvergleich um 5,2 Prozent und im Monatsvergleich um 0,5 Prozent gestiegen, doch der Schein trügt. Vielmehr lassen die neuen Zahlen vermuten, dass ein Großteil der Amerikaner inzwischen mindestens einen Nebenjob aufnehmen muss, um angesichts der anhaltenden Inflation (im Juli war diese in den USA auf 9,1 Prozent geklettert) die eigene Kaufkraft aufrechterhalten zu können. Die Wirtschaftslage bleibt also insgesamt schwach, weshalb die US-Notenbank in naher Zukunft ihre Leitzinserhöhungen fortsetzen könnte. 

Auch die Inflation im Vereinigten Königreich und in der Eurozone erreichte mit 9,4 Prozent bzw. 8,9 Prozent einen 40-Jahres-Höchststand, wozu vor allem die steigenden Energiepreise beitrugen, die im Oktober voraussichtlich weiter stark ansteigen werden. Während die Bank of England die Zinssätze im August anheben wird, hat die Europäische Zentralbank (EZB) bereits der Zinssatz um 50 Basispunkte erhöht, zum ersten Mal seit 2011. 

Hohe Zinssätze sorgen dafür, dass Anleihen gegenüber Aktien verlockender werden, da Anleihen eine größere und gleichzeitig risikofreie Rendite anbieten, wodurch wiederum weniger Kapital in die Märkte fließt. Doch im Fall Bitcoin könnte die Verschärfung der Geldpolitik von Vorteil sein: Die Hauptkryptowährung verhält sich nach Einschätzung der Analysten von Bloomberg Intelligence in seiner Kursentwicklung aktuell eher wie langfristige US-Staatsanleihen und Gold, nicht wie Aktien, und könnte deshalb einer der großen Gewinner sein, sobald die Inflation wieder abnimmt.

Die aktuelle Inflation sorgt aber auch dafür, dass das Verwahren von Geld verlustbringend werden kann – denn diese lässt den Wert des Euros und des US-Dollars sinken. Laut dem Krypto-Experte und Professor an der Frankfurter School of Finance & Management Philipp Sandner würden viele Anleger ihr Vermögen umschichten, zum Beispiel, in Gold, Aktien oder auch in Kryptowährungen. Das könnte den Kryptomarkt positiv beeinflussen.

Obwohl die Kryptowährungskurse während der aktuellen Baisse stark gefallen sind, hat dies dem Appetit der Investoren keinen Abbruch getan. Das bestätigt ein gemeinsamer Bericht der Analyseunternehmen Messari und Dove Metrics. Laut dem Report konnte die Krypto-Branche im Jahr 2022 Gelder in Höhe von 30,3 Mrd. US-Dollar aufnehmen – mehr als im gesamten Jahr 2021 zusammen. In allen wichtigen Sektoren (CeFi, DeFi, DAOs, NFT und Web3) sind die Investitionen stark auf Projekte in der Frühphase ausgerichtet, was darauf hindeutet, dass die Investoren Krypto auch weiterhin als eine aufstrebende Branche mit großem Potenzial betrachten. Neues Kapital fließt also bereits in großem Stil nach.

Haftungsausschluss. Cointelegraph unterstützt keine Inhalte oder Produkte auf dieser Seite. Wir wollen ihnen zwar alle wichtigen Informationen geben, an die wir kommen können, aber Leser sollten selbst recherchieren, bevor sie handeln. Sie tragen die volle Verantwortung für ihre Entscheidungen. Dieser Artikel stellt keine Investment-Beratung dar.

   

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